Norddeutscher Wettbewerb des Physik-Weltcups an der SAS

„What influence does the material of the ruler have on the frequency of the sound?“ Maya hat soeben als „Reporter“ ihren Vortrag zum Thema „The singing ruler“ gehalten – dabei geht es um die Frage, welche Töne ein Lineal erzeugt, das auf einer Seite fest eingespannt ist und auf der anderen Seite frei schwingen kann. Eunsung – in der Rolle des „Opponent“ – möchte gerne wissen, welchen Einfluss das Material auf die Frequenz hat. In ihrer Antwort betont Maya die Bedeutung des Elastizitätsmoduls: „There is an influence of the material by means of its Youngs modulus as shown in the formula above.“ Es ist Samstag Vormittag, wir sind mitten im GYPT-Regionalwettbewerb – wenige Stunden später werden die Sieger feststehen.

Das GYPT (German Young Physicists’ Tournament – Infos unter https://gypt.org/) ist der nationale Ableger des IYPT (International Young Physicists’ Tournament), das auch als „Physik-Weltcup“ bezeichnet wird. Es handelt sich um einen Team-Wettbewerb, bei dem jedes Jahr 17 wenig oder gar nicht erforschte Aufgaben von Schülerinnen und Schülern erforscht, präsentiert und diskutiert werden. Das Format dieses Wettbewerbs ist festgelegt und bildet den wissenschaftlichen Diskurs ab – daher findet der Wettbewerb auch komplett in englischer Sprache statt: Zunächst präsentiert ein „Reporter“ einer Gruppe die Forschungsergebnisse, dann stellt der „Opponent“ mit Unterstützung seiner Gruppe dazu kritische Fragen. Am Ende kommen noch Fragen aus der Jury, welche daraufhin sowohl Reporter als auch Opponent bewertet und beiden ein Feedback gibt. Seit über 10 Jahren findet der Regionalwettbewerb des GYPT an der SAS statt, hier ist auch das Leistungszentrum für die Region Norddeutschland mit Martin Biebl als verantwortlichem Stützpunktleiter angesiedelt.

Weitere spannende „Fights“ gab es etwa zum Thema „Sweet monochromator“, bei dem ein mit einer Zuckerlösung gefülltes Glasgefäß unter bestimmten Bedingungen nur Licht bestimmter Wellenlänge durchlässt. Oder zum Thema „Submerged crater“, bei dem Sand in ein mit Wasser gefülltes Gefäß rieselt und auf dem Grund des Gefäßes einen Krater bildet.

Die Goldmedaille gewann am Ende ein eigens für den Deutschland-Wettbewerb zusammengestelltes Team, bestehend aus Eunsung B. (Sankt-Ansgar-Schule, 10b), Kemran S. und Maya S. (beide Lloyd-Gymnasium Bremerhaven). Silber ging an Sergi Valentino A. S. und Luca N. G. (beide Sankt-Ansgar-Schule, 10b)

Herzlichen Glückwunsch!

Text: Ad, Fotos: Bi, Ad