Berufsorientierung

Inform4667870880de9d8ba4a4582a2eaf9b3dationen zur Berufsorientierung

 

 

1. Sprechstunde 

Meine Sprechstunde findet immer am Montag ab 16:15 Uhr  und am Mittwoch ab 12:15 Uhr  in meinem Büro im Ansgar–Haus, Erdgeschoss statt. In dringenden Angelegenheiten verabrede ich mich auch außerhalb dieser Sprechstunde mit Schülerinnen und Schülern. In den Sprechstunden berate ich unsere Schüler über ihre Schullaufbahn, Berufsplanung, Ausbildung, ihr angestrebtes Studium, ihre Praktika, lese ihre  Bewerbungsschreiben etc.  gegen und führe – falls gewünscht – auch Elterngespräche.

 

2. Telefonsprechstunde

Sie können mich immer freitags von 17 Uhr – 20 Uhr unter meiner Privatnummer erreichen. In der Telefonsprechstunde werden – v. a. während der verschiedenen Praktika – eventuell auftretende Irritationen, Fragen, Probleme besprochen, u. U. auch Alternativen zu den ausgewählten Praktikumsstellen gesucht, die Schülerinnen und Schüler werden begleitet und  unterstützt. Sollte ich in dieser Zeit verhindert sein, sprechen Sie Ihr Anliegen auf den AB und ich melde mich möglichst umgehend  zurück.

 

3. Ziele

Unabhängig davon, in was für einem Berufsfeld unsere Jugendlichen später einmal arbeiten möchten bzw. arbeiten werden, ist es im Rahmen der Berufsorientierung an der Sankt–Ansgar–Schule  unser übergeordnetes Ziel, sie umfassend, möglichst  komplex, praxisbezogen und individuell auf ihre spätere Berufsentscheidung vorbereiten. Wir möchten sie auf einem Weg begleiten, der unseren SchülerInnen am Ende der Studienstufe eine souveräne Entscheidung ermöglicht:

Welche Ziele habe ich? Wie kann meine Lebensplanung aussehen? Was für eine Wertorientierung ist für meine Entscheidung, für mein späteres Berufsleben maßgeblich? Was für eine Rolle soll der finanzielle, der ideelle, soziale u. a. Aspekt in meinem Leben spielen? Wo sehe ich meine Stelle in der Gesellschaft? Wo möchte ich einmal Spuren hinterlassen?   

Man geht davon aus, dass jeder Abiturient mindestens (!!!)  dreißig  verschiedene anspruchsvolle Berufe ergreifen kann, für deren Ausbildung und / oder Studium er  geeignet ist, die seinen  Talenten, Interessen, Neigungen gemäß sind. – Wir möchten unsere Schüler auf dem Weg der Entscheidung begleiten, machen ihnen ab der 8. Klasse regelmäßig immer wieder Angebote, geben sehr unterschiedliche Informationen weiter. Wir  bemühen uns um eine sehr konkrete und klar strukturierte Berufsorientierung. Wir bemühen uns darum, möglichst vielen Interessen und Lerntypen entgegen zu kommen und möchten jedem  etwas bieten: Dem angehenden  Naturwissenschaftler mit starkem  Forscherdrang ebenso wie dem Künstler, dem die Bretter einer Bühne oder die Arbeit im Malatelier die Welt bedeuten, dem Sozialpädagogen ebenso wie dem Manager aus der Wirtschaft, dem Ingenieur wie dem Richter, dem angehenden Chirurgen wie dem Mechatroniker, dem Geistlichen wie dem Piloten,  dem Politiker ebenso wie dem Journalisten, dem Tischler ebenso wie dem angehenden Kommunikationsberater, Mediendesigner und Ökonomen. Es geht uns v. a. darum, den jungen Menschen persönlich und individuell zu beraten, ihn nicht ausschließlich mit Berufsorientierungstests sowie einer Fülle von elektronischen und Printmedien  auf den Weg zu schicken, alleine zu lassen.

 

3.1. Schnupperpraktikum

Die Schnupperpraktika stellen die ersten Begegnungen der jungen Leute mit der Berufswelt, dem Berufsalltag dar. Das zweitägige Schnupperpraktikum findet jeweils für die 8. Klassen im Februar statt. Das Schnupperpraktikum wird im PGW-Unterricht beim Fachlehrer individuell vorbereitet,  ausgewertet und reflektiert. Die SchülerInnen bereiten Präsentationen sehr unterschiedlicher Art vor, die sie ihren Klassenkollegen vorstellen. – In der 8. Klasse legt jeder Schüler eine Berufsorientierungsmappe  an, in der sämtliche Unterlagen, Workshop–Ergebnisse, Portfolios, Zertifikate bis zum Ende der Schulzeit gesammelt werden. „Wie schreibe ich einen Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben und wie verhalte ich mich in einem Bewerbungsgespräch?“ sind häufig gestellte Fragen unserer SchülerInnen, auf die sie im Unterricht und in der Sprechstunde vorbereitet werden. Auf Elternabenden in den achten Klassen – und entsprechend für das Betriebspraktikum  und das Sozialpraktikum auf Elternabenden in den neunten und zehnten Klassen – werden die Eltern über die jeweiligen Praktika nicht nur informiert, sondern in den Findungsprozess geeigneter Praktikumsstellen und in die Vorbereitung  mit einbezogen, sofern ihre Kinder und sie dies wünschen.

 

3.2. Besuch im BIZ

Die neunten Klassen besuchen das BIZ = Berufsinformationszentrum  mit ihrem Klassenlehrer in der Bundesagentur für Arbeit regelmäßig einige Wochen vor dem Beginn des Betriebspraktikums. Die Sankt–Ansgar–Schule arbeitet eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen.

 

3.3. Betriebspraktikum

Die dreiwöchigen Betriebspraktika finden in der 9. Klasse jeweils in den ersten drei Schulwochen unmittelbar nach den Weihnachtsferien im Januar statt. Die meisten Schüler suchen ihre Praktikumsstellen lange  vor dem Besuch des BIZ, zumal die am meisten nachgefragten Stellen in den Bereichen Medien, IT, moderne Industrien, Chemie, Medizintechnik, Theater etc. meist mit einem ca. 12–monatigen Vorlauf (in der Flugzeugbranche noch länger) gesucht werden müssen. Der BIZ–Besuch erfüllt die doppelte Funktion, einerseits die „Zu–spät–Gekommenen“ in ihrer Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle  zu unterstützen, andererseits grundsätzlich in die Arbeit der BAfA einzuführen und den jungen Leuten noch letzte Informationen über ihr Praktikum und die sich stellenden Herausforderungen  zu geben. Die Schüler werden bei der Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen von der Schule intensiv unterstützt und regelmäßig in den Sprechstunden beraten. Die Fragen der Organisation, der Verantwortlichkeiten, des Einhaltens von Terminen regelt die Schule. Jeder Klassenlehrer besucht „seine“ Praktikanten, führt Gespräche mit den Jugendlichen und ihren Betreuern in den Betrieben. –  Nach Beendigung ihres Praktikums haben die Schüler zwei Tage unterrichtsfreie Zeit, um zu Hause selbstständig ihr Praktikum auszuwerten und zu reflektieren und eine Präsentation vorzubereiten. Alle Auswertungen – medial sehr vielfältig aufbereitet – werden den Eltern und Mitschülern in einer Ausstellung präsentiert. Die Vorbereitung dieser Präsentationen findet im Rahmen unseres SALÜF–Konzepts statt. Zusätzlich beschreiben, bewerten und reflektieren die jungen Leute in einem  Portfolio bzw. einer Praktikumsmappe ihre Praktikumserfahrungen.

 

3.4. Sozialpraktikum

Die Sozialpraktika finden jeweils in den letzten drei vollen Schulwochen vor den Sommerferien statt. Im Anschluss an das Sozialpraktikum finden die Besinnungstage zur Auswertung statt. Die Sozialpraktika finden in Einrichtungen für Behinderte, Senioren, in karitativen Einrichtungen, Förderschulen, Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen für Menschen am Rand unserer Gesellschaft etc. statt. Die Schule bietet ein breites Angebot an Plätzen an (in der Regel mehr als doppelt so viele wie an Praktikumsstellen gesucht werden), unter bestimmten Voraussetzungen können sich die SchülerInnen selbstständig eine Stelle suchen. Ca. 35 Arbeits-Einsatzstunden pro Woche, ein bestimmtes Profil der Einrichtung und deren Akzeptanz unseres Konzepts sind Voraussetzung.

Die Sankt–Ansgar–Schule bietet  nicht nur sehr viele Praktikumsstellen an, sondern unterstützt sehr intensiv während der Bewerbungsphase durch mündliche und schriftliche Informationen, durch eine umfassende Beratung in Form von Materialien, Unterlagen und Gesprächen. Die jungen Menschen lernen während des Sozialpraktikums meist eine sehr andersartige Seite unserer Gesellschaft kennen als die, die ihnen bisher vertraut war. Die Jugendlichen kommen meist sehr deutlich gereift, ja erwachsener in die Schule zurück. Während des Praktikums ist für jeden Schüler ein Kollege als Mentor zuständig, der den zu betreuenden Schüler in seiner Praktikumsstelle nach  Absprache besucht.

Sämtliche Formulare und Infos für die Bewerbung werden den Schülern Anfang  September ausgeteilt.- Ich stehe in meiner wöchentlichen Sprechstunde für alle eventuell auftretenden Fragen zur Verfügung, lese Bewerbungsschreiben etc. gegen und bin – wie oben erläutert –  bei der Suche einer Praktikantenstelle behilflich. Ich gehe in regelmäßigen Abständen durch die Klassen, um die jungen Menschen über Termine, Inhalte etc. zu informieren. Jede Eigeninitiative der Jugendlichen wird – wenn irgend möglich – unterstützt.

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4. Die Berufsorientierungswoche im Rahmen der Projektwoche für die SchülerInnen des  2. Semesters

Die Berufsorientierungswoche findet in diesem Jahr vom 2. –  8. Juli 2014 statt.

Die Berufsorientierungswoche ist so konzipiert, dass es so viele Veranstaltungen zu den einzelnen Berufsfeldern im Angebot gibt, dass sich jeder Schüler seine individuelle Berufsorientierung persönlich „maßschneidern“ kann. Jeder Schüler nimmt verbindlich an mindestens sieben Veranstaltungen teil. An zwei Abenden hat man die Gelegenheit, nach vorheriger verbindlicher Anmeldung und Bezahlung ein Hamburger Theater zu besuchen.  Ca. 10 Tage vor Beginn der Berufsorientierungswoche, die bei uns in der Schule sowie in Hamburger Unternehmen und Einrichtungen stattfindet, werden in der Schule Listen mit den verschiedenen Themen und Inhalten ausgehängt, in die sich jeder Schüler verbindlich einträgt. Jeder muss sich den Besuch der jeweiligen Veranstaltung vom Referenten gegenzeichnen lassen.

Für die Teilnahme an der Berufsorientierungswoche gibt es  ein Zertifikat, das man bei Bewerbungen in Unternehmen, Fachhochschulen, Universitäten vorlegen kann, sofern die verbindliche Anzahl von Veranstaltungen besucht wurde und in einem entsprechenden Portfolio dargestellt, analysiert und reflektiert wurden.

Mütter und Väter, Geschwister, Freunde und Ehemalige, die einen Workshop im Rahmen unserer Berufsorientierungswoche veranstalten oder einen Vortrag halten möchten, sind herzlich eingeladen und nehmen bitte mit mir Kontakt auf.

 

5. SAS-Forum

Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsbildung sind uns ein besonderes Anliegen. Wir haben in unserer Schule zwei unterschiedliche Formate, in denen wir unsere Schüler mit interessanten Menschen und Fragestellungen unserer Gesellschaft zusammenbringen bzw. konfrontieren: Das „SAS–Forum“ und das „Literarische Café“. Auch im Rahmen dieser Veranstaltungen lernen unsere Schüler andere Meinungen und Weltsichten kennen und respektieren. Sie lernen, sich in großen Veranstaltungen kompetent und souverän zu äußern, zu diskutieren, über die Bildungspläne hinaus zu denken, zu fragen, sich zu informieren, Neugier zu entwickeln, Lebensentwürfe anderer Menschen wahrzunehmen und zu respektieren, Sinnfragen zu stellen, Stellung zu beziehen, die Frage von Verantwortung zu stellen.

Das SAS-Forum findet meist im Rahmen des Unterrichts am Vormittag statt. Wir laden interessante Vertreter aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft in unsere Schule ein, die in einem Vortrag bzw. in einer Präsentation über bestimmte Anliegen informieren, Perspektiven zur Weiterentwicklung im Bereich der Naturwissenschaften, der Politik, der Gesellschaft, der Wirtschaft sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext eröffnen und mit den jungen Leuten unserer Studienstufe diskutieren. Regelmäßig finden Wahlforen statt, in denen Landes- und Bundespolitiker diskutieren und Fragen beantworten. Wir haben eine bunte, lange, interessante Gästeliste aufzuweisen .

 

6. Das Literarische Café

Das Literarische Café findet meist als Abendveranstaltung statt und wendet sich auch an Eltern, Ehemalige, Freunde  unserer Schule etc. – Literarische Lesungen von Autoren, Diskussionen zu philosophischen, gesellschaftlichen u. a. Fragen, Veranstaltungen aus „Bordmitteln“ – gestaltet von Schülern und Kollegen – wechseln in lockerer Reihenfolge ab. Auch hier ist es ein wichtiges Anliegen, über den Rahmen traditioneller schulischer Bildung hinauszugehen, Fenster zu öffnen, Spannung zu erzeugen, herauszufordern, vielleicht auch zu provozieren.

 

7. Model United Nations

Im MUN simulieren unsere Schüler Sitzungen der Vereinten Nationen, lernen Konfliktlösungen zu entwickeln, komplexe politische Zusammenhänge zu verstehen, eine globalisierte und gleichzeitig in vielen Krisen, Konflikten und Kriegen zerstrittene Völkergemeinschaft in ihren Interessensgegensätzen und dem gemeinsamen Wunsch nach Überleben, ihrem Suchen nach ökologisch und ökonomisch verträglichen Lösungen, nach Frieden zu verstehen, zumindest zu verstehen versuchen.

 

8. Blick zurück – Blick nach vorn

Seit ca. zehn Jahren findet für das jeweilige zweite Semester der Studienstufe diese Veranstaltung statt, in der Unterricht, Lehrer- und Schülerverhalten, Unterrichtsqualität, Methoden, Unterrichtsatmosphäre u. a. reflektiert, diskutiert, kritisch hinterfragt werden. Ebenso wird nach Entwicklungsmöglichkeiten für einen qualitativ hochwertigen, an Schülerbedürfnissen orientierten Unterricht gesucht, Regeln für ein gelungenes Zusammenleben der Schulgemeinschaft werden entwickelt und in den Unterricht hineingetragen. Die Vorbereitungstreffen mit den jeweiligen Moderatoren und Schülern eröffnen neue Perspektiven der Unterrichtsentwicklung und Unterrichtsqualität und geben sinnvolle Impulse ins Kollegium. Viele gewonnene Erfahrungen werden in Form fester Regeln  institutionalisiert,  in den Schulalltag implementiert und stellen heute Selbstverständlichkeiten im Umgang von Schülern und Lehrern dar. Zu „Blick zurück – Blick nach vorn“ gehört eine intensive Nachbereitung unter Einbeziehung der Lehrerkonferenz und der Schulleitung – und natürlich der Schülerschaft.

 

9. Theaterclub

Als „Kulturbeauftragter“ der Sankt-Ansgar-Schule organisiere ich in unregelmäßigen Abständen abendliche Theaterbesuche sowohl in den großen Staatstheatern als auch in kleinen Privattheatern: Das Deutsche Schauspielhaus, das Thalia Theater, die Hamburgische Staatsoper, die Kammerspiele, das Ernst – Deutsch – Theater, die Kammerspiele, das Altonaer Theater u. a. boten in den vergangenen Jahren sehr interessante Inszenierungen mit  zahlreichen interessanten Gesprächsanlässen.

 

10. Das Berufsorientierungsboard in der Oberstufenlounge

Am Oberstufenbrett, das wöchentlich aktualisiert wird, bemühe ich mich darum, den Schülern einen interessanten Überblick über aktuelle Termine der Berufsorientierung, Schülerberatung, generell aller Veranstaltungen in diesem Zusammenhang zu verschaffen. Es ist für mich immer wieder beeindruckend, wie viele Ankündigungen von Veranstaltungen der Hamburger Industrie und Wirtschaft, der Bundesagentur, der Handels- und Handwerkskammer, der Universitäten und vieler anderer Einrichtungen  per Post oder Mail täglich eingehen und aus denen es auszuwählen gilt.

Dr. Maria Meyer zu Natrup