Berufs- und Studienorientierung

 

Ziele

Der Übergang von der Schule in die Ausbildung ist in der Wissensgesellschaft der schwierigste und auch vielseitigste Schritt unserer SchülerInnen.

Unabhängig davon, in was für einem Berufsfeld unsere Jugendlichen später einmal arbeiten möchten bzw. arbeiten werden, ist es im Rahmen der Berufsorientierung an der Sankt– Ansgar–Schule unser übergeordnetes Ziel, unsere SchülerInnen umfassend, möglichst komplex, praxisbezogen und vor allem individuell auf ihre spätere Berufsentscheidung vorbereiten. Wir möchten die SchülerInnen auf einem Weg begleiten, der ihnen am Ende der Studienstufe eine souveräne Entscheidung ermöglicht:

Welche Ziele habe ich? Wie kann meine Lebensplanung aussehen? Was für eine Wertorientierung ist für meine Entscheidung, für mein späteres Berufsleben maßgeblich? Was für eine Rolle soll der finanzielle, der ideelle, soziale u. a. Aspekt in meinem Leben spielen? Wo sehe ich meine Stelle in der Gesellschaft? Wo möchte ich einmal Spuren hinterlassen?

Zunehmend gewinnt eine andere Frage an Bedeutung: Welche Ausbildung macht die SchülerInnen besonders flexibel?

Derzeit wird die hohe Zahl an Studienabbrechern und das mangelnde Interesse an Ausbildungsberufen umfassend analysiert. Die Analysen gehen davon aus, dass jeder Abiturient mindestens (!!!) dreißig verschiedene anspruchsvolle Berufe ergreifen kann, für deren Ausbildung und / oder Studium er geeignet ist, die seinen Talenten, Interessen, Neigungen gemäß sind. – Wir möchten unsere SchülerInnen auf dem Weg der Entscheidung begleiten, machen ihnen ab der 8. Klasse regelmäßig immer wieder Angebote, geben sehr unterschiedliche Informationen weiter. Wir bemühen uns um eine sehr konkrete und klar strukturierte Berufsorientierung. Wir bemühen uns darum, möglichst vielen Interessen und Lerntypen entgegen zu kommen und möchten jedem etwas bieten: Dem angehenden Naturwissenschaftler mit starkem Forscherdrang ebenso wie dem Künstler, dem die Bretter einer Bühne oder die Arbeit im Malatelier die Welt bedeuten, dem Sozialpädagogen ebenso wie dem Manager aus der Wirtschaft, dem Ingenieur wie dem Richter, dem angehenden Chirurgen wie dem Mechatroniker, dem Geistlichen wie dem Piloten, dem Politiker ebenso wie dem Journalisten, dem Tischler ebenso wie dem angehenden Kommunikationsberater, Mediendesigner und Ökonomen. Es geht uns vor allem darum, den jungen Menschen persönlich und individuell zu beraten, ihn nicht ausschließlich mit Berufsorientierungstests sowie einer Fülle von elektronischen und Printmedien auf den Weg zu schicken und alleine zu lassen.

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  1. Sprechstunde

Die Sprechstunde der Berufskoordinatorin findet von Mo bis Do am Nachmittag statt. In dringenden Angelegenheiten verabredet sich die Berufskoordinatorin auch außerhalb dieser Sprechstunde mit Schülerinnen und Schülern. In den Sprechstunden berät sie unsere SchülerInnen über ihre Schullaufbahn, Berufsplanung, Ausbildung, ihr angestrebtes Studium, ihre Praktika, liest ihre Bewerbungsschreiben etc. gegen und führt – falls gewünscht – auch Elterngespräche. Außerdem begleitet die Berufskoordinatorin u.U. auch SchülerInnen auf Ausbildungsmessen oder bereitet Sprechstunden bei der BfA oder in der Handelskammer vor.

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  1. Telefonsprechstunde

Unsere SchülerInnen können die Berufskoordinatorin immer mittwochs und freitags von 17 Uhr bis 20 Uhr unter ihrer Privatnummer erreichen. In der Telefonsprechstunde werden – vor allem während der verschiedenen Praktika – eventuell auftretende Irritationen, Fragen, Probleme besprochen, u. U. auch Alternativen zu den ausgewählten Praktikumsstellen gesucht, die SchülerInnen werden begleitet und unterstützt.

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  1. Praktika

3.1. Schnupperpraktikum in der 8. Klasse

Die dreitägigen Schnupperpraktika in der 8. Klassenstufe stellen die ersten Begegnungen der jungen Leute mit der Berufswelt, dem Berufsalltag dar. Das Schnupperpraktikum findet jeweils für die 8. Klassen im Februar statt. Das Schnupperpraktikum wird im PGW-Unterricht beim Fachlehrer individuell vorbereitet, ausgewertet und reflektiert. Die SchülerInnen bereiten Präsentationen sehr unterschiedlicher Art vor, die sie ihren Klassenkollegen vorstellen. In der 8. Klasse legt jeder Schüler eine Berufsorientierungsmappe an, in der sämtliche Unterlagen, Workshop–Ergebnisse, Portfolios, Zertifikate bis zum Ende der Schulzeit gesammelt werden. „Wie schreibe ich einen Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben und wie verhalte ich mich in einem Bewerbungsgespräch?“ sind häufig gestellte Fragen unserer SchülerInnen, auf die sie im Unterricht und in der Sprechstunde vorbereitet werden. Auf Elternabenden in den achten Klassen – und entsprechend für das Betriebspraktikum und das Sozialpraktikum auf Elternabenden in den neunten und zehnten Klassen – werden die Eltern über die jeweiligen Praktika nicht nur informiert, sondern in den Findungsprozess geeigneter Praktikumsstellen und in die Vorbereitung mit einbezogen, sofern ihre Kinder und sie dieses wünschen.

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3.2. Besuch im BIZ / Betriebspraktikum in der 9. Klasse

Die neunten Klassen besuchen das BIZ = Berufsinformationszentrum mit ihrem Klassenlehrer in der Bundesagentur für Arbeit regelmäßig einige Wochen vor dem Beginn des Betriebspraktikums. Die Sankt-Ansgar-Schule arbeitet eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen.

Die dreiwöchigen Betriebspraktika finden in der 9. Klasse jeweils in den ersten drei Schulwochen unmittelbar nach den Weihnachtsferien im Januar statt. Die meisten SchülerInnen suchen ihre Praktikumsstellen lange vor dem Besuch des BIZ, zumal die am meisten nachgefragten Stellen in den Bereichen Medien, IT, moderne Industrien, Chemie, Medizintechnik, Theater etc. meist mit einem ca. 12–monatigen Vorlauf (in der Flugzeugbranche noch länger) gesucht werden müssen. Der BIZ–Besuch erfüllt die doppelte Funktion, einerseits die „Zu–spät–Gekommenen“ in ihrer Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle zu unterstützen, andererseits grundsätzlich in die Arbeit der BAfA einzuführen und den jungen Leuten noch letzte Informationen über ihr Praktikum und die sich stellenden Herausforderungen zu geben. Die SchülerInnen werden bei der Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen von der Schule intensiv unterstützt und regelmäßig in den Sprechstunden beraten. Die Fragen der Organisation, der Verantwortlichkeiten, des Einhaltens von Terminen regelt die Schule. Jeder Klassenlehrer besucht „seine“ Praktikanten, führt Gespräche mit den Jugendlichen und ihren Betreuern in den Betrieben. – Nach Beendigung ihres Praktikums haben die SchülerInnen i.d.R. zwei Tage Zeit, um zu Hause selbstständig ihr Praktikum auszuwerten und zu reflektieren und eine Präsentation vorzubereiten. Zusätzlich beschreiben, bewerten und reflektieren die jungen Leute in einem Portfolio bzw. einer Praktikumsmappe ihre Praktikumserfahrungen.

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3.3. Sozialpraktikuminder 10. Klasse

Die Sozialpraktika finden jeweils in den letzten drei vollen Schulwochen vor den Sommerferien statt. Im Anschluss an das Sozialpraktikum finden die Besinnungstage zur Auswertung statt. Die Sozialpraktika finden in Einrichtungen für Behinderte, Senioren, in karitativen Einrichtungen, Förderschulen, Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen für Menschen am Rand unserer Gesellschaft etc. statt. Die Schule bietet ein breites Angebot an Plätzen an (in der Regel mehr als doppelt so viele wie an Praktikumsstellen gesucht werden), unter bestimmten Voraussetzungen können sich die SchülerInnen selbstständig eine Stelle suchen. Ca. 35 Arbeits-/Einsatzstunden pro Woche, ein bestimmtes Profil der Einrichtung und deren Akzeptanz unseres Konzepts sind Voraussetzung.

Die Sankt-Ansgar-Schule bietet nicht nur sehr viele Praktikumsstellen an, sondern unterstützt sehr intensiv während der Bewerbungsphase durch mündliche und schriftliche Informationen, durch eine umfassende Beratung in Form von Materialien, Unterlagen und Gesprächen. Die jungen Menschen lernen während des Sozialpraktikums meist eine sehr andersartige Seite unserer Gesellschaft kennen als die, die ihnen bisher vertraut war. Die Jugendlichen kommen meist sehr deutlich gereift, ja erwachsener in die Schule zurück. Während des Praktikums ist für jeden Schüler ein Kollege als Mentor zuständig, der den zu betreuenden Schüler in seiner Praktikumsstelle nach Absprache besucht. Probleme während des dreiwöchigen Praktikums können meistens direkt von der Berufskoordinatorin durch direkte Gesprächsaufnahme mit der Sozialeinrichtung bewältigt werden.

Sämtliche Formulare und Infos für die Bewerbung werden den SchülerInnen Anfang September ausgeteilt. Die Berufskoordinatorin steht in ihrer wöchentlichen Sprechstunde für alle eventuell auftretenden Fragen zur Verfügung, liest Bewerbungsschreiben etc. gegen und ist – wie oben erläutert – bei der Suche einer Praktikantenstelle behilflich. Außerdem geht die Berufskoordinatorin in regelmäßigen Abständen durch die Klassen, um die jungen Menschen über Termine, Inhalte etc. zu informieren. Jede Eigeninitiative der Jugendlichen wird – wenn irgend möglich – unterstützt.

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  1. Die Berufsorientierungswoche für die Zweitsemester

Die Berufsorientierungswoche findet jedes Jahr im Rahmen der Projektwoche, in diesem Jahr vom 12.-18.7.2017 statt. Die Berufsorientierungswoche ist so konzipiert, dass es so viele Veranstaltungen zu den einzelnen Berufsfeldern im Angebot gibt, dass sich jeder Schüler seine individuelle Berufsorientierung persönlich „maßschneidern“ kann. Jeder Schüler nimmt verbindlich an mindestens 15 Veranstaltungen teil. 43 Angebote werden 2017 zur Wahl gestellt.

Neben den Pflichtveranstaltungen befähigen freiwillige Coachings (Benimmkurs, Potentialanalysen, Stärken-Schwächenseminare, Candlelight-Dinner etc.) und die Studien- bzw. Berufsanalysen die SchülerInnen, ihre Schwerpunkte selbst zu setzen. Ca. 10 Tage vor Beginn der Berufsorientierungswoche, die bei uns in der Schule so wie in Hamburger Unternehmen und Einrichtungen stattfindet, werden in der Schule Listen mit den verschiedenen Themen und Inhalten ausgehängt, in die sich jeder Schüler verbindlich einträgt. Jeder muss sich den Besuch der jeweiligen Veranstaltung vom Referenten gegenzeichnen lassen.

Sofern die verbindliche Anzahl von Veranstaltungen besucht wurde und in einem entsprechenden Portfolio dargestellt, analysiert und reflektiert wurde, gibt es ein Zertifikat für die Teilnahme an der Berufsorientierungswoche, das man bei Bewerbungen in Unternehmen, Fachhochschulen, Universitäten vorlegen kann.

Wir ermutigen Mütter und Väter, Geschwister, Freunde und Ehemalige, die einen Workshop im Rahmen unserer Berufsorientierungswoche veranstalten oder einen Vortrag halten möchten, ihre beruflichen Erfahrungen mit einem Beitrag einzugeben. Erfahrungsgemäß bauen wir auch so interessante Kontakte zu Hamburger Firmen auf.

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  1. SAS-Forum

Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsbildung sind uns ein besonderes Anliegen. Wir haben in unserer Schule zwei unterschiedliche Formate, in denen wir unsere SchülerInnen mit interessanten Menschen und Fragestellungen unserer Gesellschaft zusammenbringen bzw. konfrontieren: Das „SAS–Forum“ und das „Literarische Café“. Auch im Rahmen dieser Veranstaltungen lernen unsere SchülerInnen andere Meinungen und Weltsichten kennen und respektieren. Sie lernen, Neugier zu entwickeln, sich in großen Veranstaltungen kompetent und souverän zu äußern, zu diskutieren, über die Bildungspläne hinaus zu denken, zu fragen, sich zu informieren, Lebensentwürfe anderer Menschen wahrzunehmen und zu respektieren, Sinnfragen zu stellen, Stellung zu beziehen, die Frage von Verantwortung zu stellen.

Das SAS-Forum (z.B. auch die Wahlforen) findet meist im Rahmen des Unterrichts am Vormittag statt. Wir laden namhafte und interessante Vertreter aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft in unsere Schule ein, die in einem Vortrag bzw. in einer Präsentation über bestimmte Anliegen informieren, Perspektiven zur Weiterentwicklung im Bereich der Naturwissenschaften, der Politik, der Gesellschaft, der Wirtschaft sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext eröffnen und mit den jungen Leuten unserer Studienstufe diskutieren. Regelmäßig finden Wahlforen statt, in denen Landes- und Bundespolitiker diskutieren und Fragen beantworten. Wir haben eine bunte, lange, interessante Gästeliste aufzuweisen (siehe SAS-Homepage).

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  1. Das Literarische Café

Das Literarische Café findet meist als Abendveranstaltung statt und wendet sich auch an Eltern, Ehemalige und Freunde unserer Schule. Literarische Lesungen von Autoren, Diskussionen zu philosophischen, gesellschaftlichen u. a. Fragen, Veranstaltungen aus „Bordmitteln“  – gestaltet von SchülerInnen und Kollegen – wechseln in lockerer Reihenfolge ab. Auch hier ist es ein wichtiges Anliegen, über den Rahmen traditioneller schulischer Bildung hinauszugehen, Fenster zu öffnen, Spannung zu erzeugen, herauszufordern, vielleicht auch zu provozieren. Hier ist für die SchülerInnen die Gelegenheit, mit Autoren und Personen des öffentlichen Lebens in Kontakt zu treten.

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  1. Model United Nation

Im MUN ( Model United Nation) simulieren unsere SchülerInnen Sitzungen der Vereinten Nationen, lernen Konfliktlösungen zu entwickeln, komplexe politische Zusammenhänge zu verstehen, eine globalisierte und gleichzeitig in vielen Krisen, Konflikten und Kriegen zerstrittene Völkergemeinschaft in ihren Interessensgegensätzen zu erleben.

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  1. Finde Deinen Weg

Dies ist ein besonderes Angebot, welches entweder in der Berufsorientierungswoche oder als Sonderveranstaltung während des Schuljahres stattfindet.

SchülerInnen haben häufig viele Ideen, wissen aber nicht, wie es nach der Schule konkret weitergehen soll. Mit der Potentialanalyse bieten wir hier im Hause den SchülerInnen, ihre Stärken zu entdecken. Gleichzeitig lernen sie, wie sie ihre Zukunft aktiv planen und gestalten können. Dazu gibt es Einzel- und Gruppenübungen, Selbsteinschätzungsverfahren und ein individuelles Auswertungsgespräch. Dieses Angebot ist freiwillig und wird meistens vom Förderverein teilweise mitfinanziert.

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  1. Die Infotafel in der Oberstufenlounge

Auf der Infotafel für die Berufsorientierung, die wöchentlich aktualisiert wird, gibt die Berufskoordinatorin den SchülerInnen einen Überblick über aktuelle Termine der Berufsorientierung, Schülerberatung, generell aller Veranstaltungen in diesem Zusammenhang. Es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Ankündigungen von Veranstaltungen der Hamburger Industrie und Wirtschaft, der Bundesagentur, der Handels- und Handwerkskammer, der Universitäten und vieler anderer Einrichtungen per Post oder Mail täglich eingehen und aus denen es auszuwählen gilt.

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  • Dr. Maria Meyer zu Natrup, Berufskoordinatorin