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Pamplona - Fortsetzung

Außerdem teilte er mit, dass wir für eine Umgehungsroute eine Stunde länger und dazu mehr Kerosin brauchen würden. Also landeten wir in Mailand. Eine Stunde brauchte das Flugzeug um aufzutanken. Während dieser Zeit durften wir das Flugzeug nicht verlassen und betrachteten Mailand durch ein Flugzeugfenster. Als wir dann endlich weiterflogen, dämmerte uns allmählich, dass wir wohl unseren Anschlussflieger verpassen würden. Sollte das etwa heißen, dass wir obdachlos am Flughafen festsitzen würden? Wohl kaum, denn als wir ankamen und tatsächlich unseren Flieger verpasst hatten, teilte man uns mit, dass Airberlin uns ein Hotel in Flughafennähe zur Verfügung stellen würde. Wir wurden also vom Flughafen aus mit einem Reisebus zu einem Hotel gefahren. Wir staunten nicht schlecht, als wir vor einem 4-Sterne-Hotel hielten und uns klar wurde, dass dies unser Hotel war. Das Hotel lag direkt am Meer und so hatte man von den meisten Zimmern aus eine wunderschöne Aussicht. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit aus und erhielten eine Führung durch Palma. Unsere Führerin war hierbei Frau Polzin. Anschließend bekamen wir im Hotel Abendessen und gingen anschließen auf die Zimmer.
Nach einer erholsamen Nacht und einem leckeren Frühstück, packten wir die Koffer und verließen das Hotel, fuhren zum Flughafen, checkten ein, gingen an Bord und hoben ab. Es war wieder ein ruhiger Flug, bis zur Landung. Während der Landung wurden wir von einem aufziehenden Sturm ordentlich durchgeschüttelt. Als wir dann gegen sechs am Busbahnhof von Bilbao ankamen, wo eigentlich unser Bus nach Pamplona abgefahren wäre, erzählt uns Frau Haarmeyer, dass heute keine Busse mehr fahren dürfen, da ein Sturm aufzieht, der der schlimmste seit einigen Jahren sein sollte. Nachdem wir eine Stunde am Busbahnhof standen, wurde klar, dass wir auch heute nicht in Pamplona ankommen würden. Also gingen wir in eine
Jugendherberge. Dort angekommen bekamen wir erst einmal Abendessen.
Am nächsten Morgen war der Sturm vorüber. Unsere Gasteltern fuhren mit ihren Autos los um uns in Bilbao abzuholen. Allerdings braucht man von Bilbao nach Pamplona mehr als 2 Stunden und so hatten wir noch etwas Zeit über, um uns etwas Kultur zu gönnen. In Bilbao steht ein sehr abstrakt wirkendes Gebäude, das Guggenheim-Museum. Angefüllt mit den Schätzen der modernen Kunst. Zahlreiche Installationen und Darstellungen von Raum und Zeit erwarteten uns dort.
Als wir gegen 12.00 das Museum verließen, trafen wir auf die spanische Deutschlehrerin Frau Maria. Nun wurden wir auf verschiedene Autos verteilt und fuhren nach Pamplona. In Pamplona angekommen fuhren wir mit unseren Gasteltern von der Schule aus nach Hause. Der Nachmittag wurde dann in den einzelnen Familien individuell gestaltet. Viele Gastfamilien gingen mit ihren deutschen Austauschschülern essen. Zum Abend hin trafen sich jedoch alle Deutschen mit ihren Austauschpartnern wieder. Wir gingen zusammen stundenlang und ohne Ziel durch die Stadt, bis endlich der Entschluss gefasst wurde, dass wir bowlen gehen. Wir bowlten bis spät in die Nacht.
Am Montagmorgen wurden wir in unseren Gastfamilien früh geweckt, denn wir mussten zu Schule. Gleich zu Beginn belehrte man uns, dass wir in den Klassenräumen weder essen noch trinken dürfen. Der Unterricht begann mit der allmorgendlichen Besprechung. Anschließen machten wir drei Stunden Unterricht mit und brachen dann zu einem Stadtrundgang auf. Highlight war hier mit Sicherheit die Wand, an der Frau Haarmeyer erklärte, dass die roten Streifen darauf in Wahrheit Blut von Touristen seien, die es an San Fermé nicht rechtzeitig geschafft hatten vor den wilden Stieren davonzulaufen und so qualvoll gegen die Wand gedrückt wurden. Anschließend ging es zurück in die Schule. Von dort aus gingen wir mit unseren Gastgeschwistern nach Hause. Der Nachmittag und der Abend konnten frei gestaltet werden.
Dienstags stand ein Tagesausflug auf dem Programm. Gemeinsam mit der gesamten Stufe unserer Gastgeschwister fuhren wir in eine Tropfsteinhöhle. Danach machten wir einen Spaziergang zu einem Wasserfall und bewunderten das Umland von Pamplona. Nach dem Ausflug fuhren wir wieder nach Pamplona, eineinhalb Stunden mit dem Bus. Von der Schule aus gingen wir dann wieder nach Hause.

Alexander 9b

Am Mittwoch sollten wir uns wärmer anziehen und etwas zu essen mitnehmen. Wir wollten den Santiago-Weg ein Stück nachlaufen. Also gingen wir morgens ein Stück aus der Stadt heraus und starteten an einem abgelegenen Ort. Wir liefen auf einem grau betonierten Fußweg, der teilweise weit abseits der Straßen lag. Zwischendurch hielten wir alle paar hundert Meter an, damit uns Maria, die Deutschlehrerin der Spanier, etwas Besonderes erklären konnte. Wir liefen einen Bogen um die Stadt von etwa vier Kilometern, danach trafen wir dann wieder auf die Ausläufer Pamplonas. Geschafft schleppten wir uns in die Schule zurück, wo wir auf unsere Gastgeschwister warteten, sodass wir endlich nach Hause kamen und etwas essen konnten. Den Nachmittag verbrachte jedes Grüppchen anders, zum Beispiel mit Fußball spielen auf dem riesigen Kunstrasenplatz der Schule.
Für Donnerstag war uns eine Wüstenbesichtigung angekündigt. Gespannt stiegen wir morgens in den Bus und fuhren dem Sand entgegen. Zwischendurch hielten wir bei einem alten Kloster, das wir besichtigten und wo wir zu Mittag aßen. Dann endlich kamen wir in der Wüste an. Doch statt Sand erwartete uns Lehm! Riesige Berge von Lehm auf einer nicht so riesigen Fläche. Also eine richtige Wüste war das für uns nicht. Aber egal! Spaß hat es uns dort trotzdem gemacht. Ob bei der anfänglichen Ralley oder beim späteren Klettern auf all den Hügeln und Bergen. Sehr müde stiegen wir am Nachmittag wieder in den Bus und wollten jetzt unbedingt nach Hause. Doch so ganz ohne Zwischenstopps kamen wir da nicht hin. Wir schauten uns noch den Nistplatz einiger Zugvögel an einem See mit einem langen, wackligen Steg an. Doch dann waren wir zu Hause und konnten den Rest des Nachmittages noch mit Kofferpacken oder Spielen auf der Playstation 3 verbringen.
Am Freitag, dem Tag unserer Abreise, verfolgten wir wieder die ersten drei Stunden des Unterrichts und verabschiedeten uns schweren Herzens von unseren Austauschpartnern und versprachen einander wiederzukommen. Dann machten wir uns auf den Weg nach Bilbao zum Flughafen. Doch auch die Rückreise verlief nicht ohne Komplikationen.
Wir schafften es bis in den Flieger von Palma de Mallorca nach Hamburg und waren fast angekommen, als durchgesagt wurde, dass wegen zu starken Schneefalls das Landen in Hamburg nicht möglich sei, also musste auf den Hannoveraner Flughafen ausgewichen werden. Um 23.45 Uhr landeten wir endlich, mussten aber noch eine halbe Stunde warten, bis wir unser Gepäck bekamen. Voll gepackt und vollkommen erschöpft liefen wir zum Ausgang, wo alle Fluggäste von Bussen abgeholt wurden und mitten in der Nacht nach Hamburg gebracht werden sollten. Doch auch nach einer Stunde Warten in der Kälte WAR kein Bus in Sicht. Nach Rücksprache mit der Fluggesellschaft stand dann endlich fest, dass wir eine weitere Nacht in einem Hotel verbringen mussten. Alle versuchten hektisch eines der Taxen zu bekommen, die bestellt wurden. Nach einer weiteren Stunde bei unangenehm kalten Temperaturen ergatterte auch unser letztes Grüppchen ein Taxi und kam zum Hotel. Um 03.00 Uhr fielen wir erschöpft in die Betten.
Am nächsten Morgen stiegen wir nach einem sehr kurzen Frühstück in den Bus, der uns endlich nach Hamburg brachte, wo wir vormittags nach einer turbulenten Reise ankamen,
doch das war es wert!

Von Johanna (9b) und Lennart (9a)