DDR-Tag für das 1. Semester hinterlässt Spuren

Der Zeitzeuge und Autor Thomas Lukow hat seine Jugend in der DDR verbracht. In der Musik- und Kulturszene in Berlin-Prenzlauer Berg brachte er die DDR-Staatssicherheit (STASI) gegen sich auf, wurde verurteilt und kennt die STASI-Gefängnisse Hohenschönhausen und Bautzen II.

Was passierte in der 2. deutschen Diktatur mit Systemkritikern? Wie wird man vom Jungpionier zum Staatsfeind? Marschlieder oder Rockmusik, was duldet die Partei? Wie funktionniert das Bestrafungssystem des Ministeriums für Volksbildung? All diese Fragen werden mit Akten- und Literatur – Recherchen beleuchtet.

Besonders spannend aber ist es, wie er seine eigene Biographie in den Kontext der historischen Recherchen stellt. Heute arbeitet Th. Lukow u.a. als freier Mitarbeiter im Berliner Bundeskanzleramt und hat uns dank der finanziellen Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung einen spannenden Einblick in die DDR-Diktatur vermittelt.

Wir dürfen nicht vergessen, wie Diktaturen ihre operativpsychologiche Bearbeitung an jungen Menschen verüben. Wir dürfen unseren Schülern angesichts der möglichen digitalen Überwachung nicht vorenthalten, wie schnell unser Leben ausspioniert werden kann.

Ein herzliches Dankeschön an die Konrad-Adenauer-Stiftung und an Th. Lukow für diese Einblicke in sein Leben in der Deutschen Demokratischen Republik. Es sind gerade mal 27 Jahre her!

  • 19.12.2017 Text/Bilder: MzN