Literarisches Café zum Themenschwerpunkt DDR

Man muss eine Lüge einfach oft genug wiederholen, dann wird sie wahr!

Thomas Lukow ist Zeitzeuge der jüngsten deutschen Geschichte. Er zitierte zu Anfang Göbbels: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen.“

Als junger Musiker wollte er sich eben nicht den Lügen des DDR-Regimes beugen und landete schliesslich im Gefängnis in Bautzen.

Mit seiner Biografie Vom Jungpionier zum Systemfeind erklärte er den Weg eines Jugendlichen, der in die Fänge der Staatssicherheit gerät.

Dem Schülerpublikum stand er an diesem Abend Rede und Antwort v.a. über die Gründe für den DDR-Untergang. Erstaunlich blieb auch die historische Frage, wem welche Mythen über die DDR heute noch dienen. Wie eine Diktatur untergeht, erklärte und belegte Thomas Lukow mit einer schier endlosen Faktenfülle.

Es war in der Reihe „Zeitzeugen “ ein Abend, der dank Thomas Lukow Fakten statt Mythen über die 2. deutsche Diktatur offenlegt.

„Ich finde es wichtig, dass das Thema ( Anmerkung: gemeint ist das DDR-Thema) aktuell gehalten wird, denn solange man Zeitzeugen hat, kann man nicht ungestraft lügen“ (zit. nach Frau Bröhan, dessen Sohn in der 7c ist und aus Schwerin stammt).

  • Text/Bild: MzN