Ad fontes – in Paderborn zu den eigenen Quellen

Die Stadt Paderborn verdankt ihren Namen den Quellen („Born“) des kürzesten Flusses Europas, der Pader, die bereits nach 4 km in die Lippe mündet. Eine Gruppe von angehenden Abiturient*innen der Sankt-Ansgar-Schule reiste im Rahmen ihrer Besinnungstage nach Paderborn, um im Kloster St. Michael, welches in unmittelbarer Nähe des Doms im Paderquell-Gebiet gelegen ist, die eigenen Quellen zu suchen. Die dort lebenden Nonnen („Augustiner-Chorfrauen“),  die sowohl ein Gymnasium als auch eine Realschule leiten, öffneten ihre Pforte, um uns Einblick zu geben in ihr Leben. Wir nahmen teil an ihrem Chorgebet, sangen zusammen mit ihnen im Chorgestühl. Sie leiteten uns an in Meditation und Eutonie („gute Körperspannung“), um uns in Kontakt mit uns selbst zu bringen. Im Gespräch mit den Nonnen konnten wir etwas über die Beweggründe ihrer Entscheidung erfahren ein Leben im Kloster zu führen. Wir tauchten ein in einen anderen Ort, das katholische Paderborn, und in eine etwas andere Welt, das Leben hinter Klostermauern – um konzentrierter und bewusster als im schulischen Alltag den Quellen, den Werten und den Zielen des eigenen Weges nachzuspüren.

Als Referent dieser auch für mich besonderen Fahrt zu den eigenen Quellen (in meine Geburtsstadt) möchte ich mich ausdrücklich bei den Augustiner-Chorfrauen, insbesondere bei Schwester Ancilla, Schwester Gabriela, Schwester Laetitia, Schwester Theresia sowie beim Schulseelsorger Achim Hoppe bedanken, der uns durch den Dom und die ehemalige Jesuitenkirche führte. Mein Dank geht aber auch an die Gruppe, die sich den Nonnen gegenüber ausgesprochen respektvoll und interessiert gezeigt hat, sowie an meine Kollegin des Faches Religion, Anna Tewes, für die umsichtige Begleitung.

Insgesamt waren 162 Schüler in 9 Veranstaltungen (Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein) zu Besinnungstagen unterwegs.