Vom pädagogischen Mehrwert des Swingolfens

SwinggolfFortbildung par excellence beim Kollegiumsausflug nach Bergrade | Bergrade, 22.6.2015. Wer den Wikipedia-Eintrag zum Stichwort Swingolf aufmerksam liest, erkennt, dass hier eigentlich eine nur flüchtig codierte Beschreibung pädagogischen Handelns und des Verhältnisses zwischen Lehrpersonen und Lernwilligen vorliegt. Da heißt es etwa, es sei „üblich, Spielbahnen nach gewisser Zeit im Rahmen der bestehenden Regeln zu verändern.“ Ein Schelm, wer dabei nicht an Bestimmungen der Schulbehörde zum Zentralabitur oder zum MSA denkt. Weiterhin sei der „Schlägerkopf … unten hohl“. Offen bleibt, ob alle Beteiligten am Lehr- und Lernprozess gemeint sind. „Die potentielle Eigen- und Fremdgefährdung“ sei gering – dies dürfte ein spezieller Hinweis auf unseren Schulhof sein. Swingolf könne „auch im Alter … ausgeübt werden“ – dies zielt sicher in erster Linie auf Lehrpersonen, obgleich sich ja auch Schülerinnen und Schüler in immer höhere Altersklassen vorkämpfen. Der Swingolfball sei „eine homogene Kugel … mit einem Gewicht von 50 Gramm“. So werden – kaum verhohlen – neurologische Befunde dargestellt.Kein Wunder, dass sich eine gute halbe Hundertschaft Lehr- und Mitarbeitskörper der Sankt-Ansgar-Schule intensiv und professionell auf dem 18-Loch-Platz in Bergrade amüsierte, bunte Hartschaumbälle in 30cm-Löchern, Gebüschen und Tümpeln versenkte und nach überstandener Anstrengung bei äußerst schmackhaften Salaten und köstlichem Grillgut reformpädagogische Konzepte allererster Sahne diskutierte, z. B., ob man die Par-Vorgabe fürs Abitur nicht auf fünf bis sechs Jahre senken könnte, wenn man die Krankheitstage der Oberstufenschüler herausrechnet. Dem Organisationsteam sei für diesen Geniestreich herzlichst gedankt, ebenso dem Wettergott, der lediglich den einzigen mit einem Zweirad angereisten Kollegen auf dem Rückweg strafte – er hatte es nicht anders verdient.

ag | kk