Begeistert im Dienst für Gott und die Menschen

Patrozinium15„St. Petri ist ein Gasthaus für die Seele“, schreibt Hauptpastor Störmer auf der Homepage seiner Gemeinde. Diese Gastfreundschaft war auch heute wieder spürbar, da wir in  guter Tradition unser Patrozinium in der evangelischen Hauptkirche feiern durften.  Aus nah und fern waren heute Jesuiten-Patres angereist. So zelebrierte P. Mertes SJ (St. Blasien) die Messe zusammen mit P. Siebner SJ (Bonn), P. Adler SJ (Köln), P. Löwenstein SJ und P. Mrosko SJ (beide Hamburg). Gleich 5 Jesuiten um den Altar versammelt – ein eindrucksvolles Zeichen der noch immer engen Verbundenheit zwischen Orden und Schule. Ausgehend von den Worten Ansgars am Sterbebett („Lasst euch für den Herrn entflammen! Seid begeistert in eurem Dienst für Gott und für die Menschen!“) legten zunächst einige Personen der Schulgemeinschaft ein kurzes persönliches Zeugnis der eigenen Begeisterung für ihren Dienst ab: die Schulsanitäterin, die Schulsozialarbeiterin, die Musizierende, der Physiklehrer, der KSJ-ler.

Im Lichte des Evangeliums von der Berufung der Jünger stellte Pater Mertes SJ in seiner Predigt eindrücklich heraus, was es heißt sich von guten Menschenfischern wie Jesus und Ansgar begeistern und in den Dienst nehmen zu lassen. Sehr pointiert grenzte er die guten von den schlechten Menschenfischern ab, die allgegenwärtig seien, auch in der Kirche, denen es aber lediglich am eigenen Wohl gelegen sei; die Heil versprächen, den jungen Leuten aber weder Zeit noch gedanklichen Raum ließen sich aus freien Stücken zu entscheiden und auf den Weg zu machen.

Am Ende des feierlichen Gottesdienstes mit Großem Orchester und Chor bedankten sich die Schülervertreter bei unserem langjährigen Schulleiter Herrn Stolze für seinen Dienst an der SAS – mit einem Blumenstrauß, einem Abschlusszeugnis („Versetzt in den Ruhestand“) und einer bewegenden musikalischen Darbietung. Durch die Schilderung einer kleinen Begebenheit aus dem Schulleben ließ Herr Stolze noch einmal seine Begeisterung im Dienst spürbar werden: junge Menschen zu erziehen, die sich solidarisch verhalten, die den Schwächeren beistehen.

Mit dem von Andreas Willscher komponierten Ansgar-Choral endete ein stimmungsvoller, uns aus dem Alltag erhebender Gottesdienst.

Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Schulpastoral