Vertrauen wiedergewinnen – jesuitische Erziehung im Dienst des europäischen Ideals

Bildschirmfoto 2014-10-20 um 13.21.37Manchmal ist es gut, von der täglichen Arbeit in der Schule ein wenig Abstand halten zu können, um über Ziele und Orientierungen nachzudenken, die im Alltagsgeschäft leicht aus dem Blick geraten. Eine solche Chance war die Teilnahme von Frau Meyer zu Natrup und Herrn Hamborg an der Konferenz der Schulleiter der weiterführenden jesuitischen Schulen in Europa vom 7. bis 10. Oktober 2014 in Strasbourg. Bewusst wurde diese Stadt mit Sitz des Europäischen Parlamentes ausgewählt für die leitende Fragestellung „Vertrauen wiedergewinnen – jesuitische Erziehung im Dienst des europäischen Ideals“. Ein hoch gegriffenes Thema, scheinbar meilenweit entfernt vom Schulalltag. In den Vorträgen, Diskussionen und Gesprächsgruppen wurde schnell deutlich: Europa beginnt in den Räumen der SAS durch ein pädagogisches Handeln, welches die Fähigkeiten der Schüler in jeder Lebensphase gut entwickeln lässt und jene für die Gemeinschaft nutzbar macht. Eine weltbejahende Erziehung zu Gerechtigkeit und Versöhnung der Menschen untereinander in der Orientierung an Gott. Diese aus der jesuitischen Pädagogik abgeleiteten Ideale bilden eine konfessionsübergreifende Leitlinie verantwortlichen Handelns in der Vielfalt der europäischen Welt. Der Ökonom und ehemalige EU-Abgeordnete Pierre Defraigne verdeutlichte, dass solche Ideale nötig sind um der Finanzwelt und den Möglichkeiten des technischen Fortschrittes nicht das letzte Wort in politischen Entscheidungen zu überlassen. Das reiche Sprachgewirr dieser Konferenz mit Schulleitern aus 14 Ländern gab tatsächlich ein realistisches Gefühl europäischer Vielfalt. Diese nicht als trennend sondern als ein einigendes und tragendes Band zu erleben war ein bereicherndes und schönes Erlebnis.

Schöpfen wir doch alle aus derselben spirituellen Quelle Kraft für unsere schulische Arbeit, ob in Vilnius, Dublin, Paris, Krakau, London, Rom, Lissabon, Barcelona, Wien Kopenhagen, Brüssel oder an der SAS.

Andreas Hamborg (text|foto)