Martha und die Dienstmädchen

StiftungenAm 4. September feierte die Martha Stiftung, die mit 28 Standorten eine der größten sozialen Einrichtungen im Rahmen des Diakonischen Werkes in Hamburg ist, ihr 165-jähriges Bestehen. An dem Festakt im Martha Haus, einem idyllisch gelegenen Seniorenheim in Rahlstedt, nahm auch eine sechsköpfige Delegation der SAS aktiv teil. Nach zahlreichen Festreden präsentierten unsere Schüler in sehr kurzweiliger Form Geschichte und Gegenwart der Martha Stiftung. Das Martha Haus war ursprünglich eine Hauswirtschaftsschule, die von 1884 bis zur Zerstörung 1943 in der Hinrichsenstraße in Borgfelde lag. Hier wurden junge Mädchen aus einfachen Verhältnissen zu Dienstmädchen und Haushälterinnen ausgebildet. Zwei Schülerinnen traten als Dienstmädchen auf und gaben in einem Dialog Einblicke in ihre von strengen Diakonissen geleitete Ausbildung in Borgfelde vor 100 Jahren.

Der Auftritt, der bei den 110 geladenen Gästen sehr großen Anklang fand, ergab sich aus dem Geschichtsprojekt „Borgfelde sozial“, das in der diesjährigen Projektwoche unter Leitung von Herrn Lutz und Herrn Oettel durchgeführt wurde. 16 Schülerinnen und Schüler untersuchten Geschichte und Gegenwart der rund 20 verschiedenen Wohnstifte und größeren sozialen Einrichtungen, die in der direkten Umgebung unserer Schule ansässig sind oder waren. Eine solche Dichte gibt es sonst nur in Eppendorf. Eine Ausstellung und ein Buch über diese Institutionen in Borgfelde, die zum Teil als Stiftung über 500 Jahre alt sind, sind in Vorbereitung. (weitere Informationen:  www.martha-stiftung.de)

R. Lutz | Das Gruppenbild zeigt von links: Richard Lutz, Klaus Wicht und Martina Pleyer (Vorstände der Martha Stiftung), Anastasia Radionoff, Roman Berlin, Lea Lasic, Justus Schellmann, Lukas Gendig.