Unendlich fern, unglaublich nah

Bildschirmfoto 2014-02-03 um 22.18.33Feier des Patroziniums der Sankt-Ansgar-Schule in der Hauptkirche St. Petri

„Where should this music be? i’ the air, or the earth?” Shakespeare war nur einer von vielen, die sich fragen, woher die Musik stammt. Was Musik für uns bedeutet und wie sie uns mit Gott verbinden kann, waren einige der Fragen, die bei der diesjährigen Feier des Patroziniums unter dem Motto „Alles was atmet – Spiritualität und Gesang“ gestellt wurden. Nach der Begrüßung der fast tausendköpfigen Schulgemeinde durch Hauptpastor Störmer und unseren Schulleiter, Herrn Stolze, stellten Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsgruppe aus dem Profil V (Religion) des 1. Semesters zunächst dar, welche Musik sie lieben, warum sie sie hören und was sie ihnen bedeutet. Die vom SAS-Orchester und Chor sowie vom Band angespielten Musikbeispiele reichten von Klassik bis zu aktuellen Hits, die von vielen Schülern mit einem Lächeln und rhythmischen Nicken begrüßt wurden.

In seiner Predigt zitierte Pater Mrosko Christoph Schlingensiefs Vermutung, Musik komme „aus einer anderen Sphäre“, sie sei also gleichzeitig fern und unglaublich nah, da sie unsere Herzen berühre. Er erinnerte an das erste Soloalbum des Hamburger Hip-Hop-, Reggae-, Soul- und Funkmusikers Jan Delay, in dem dieser von der Kraft der Musik singt, alles Graue in Gelb verwandeln zu können. Musik sei ein göttliches Geschenk, dessen Magie noch das Traurigste in Schönheit verwandeln könne. Musik kann zum Raum werden, in dem wir Gott begegnen. Für raumfüllende Klänge und mitunter sphärische Improvisationen sorgte der Organist Andreas Wilscher.

Gut möglich, dass Ansgar-Schüler ab heute ihre Kopf- und Ohrhörer mit einem anderen Bewusstsein aufsetzen als vor dieser Messe zum Ansgartag. Shakespeare jedenfalls wäre überrascht, wie wahr seine Prophezeiung geworden ist, es liege überall Musik in der Luft.

 Andreas Goletz-de Ruffray |  3. Februar 2014.